Was kostet das?

Wahrscheinlich haben auch Sie keine Vorstellung davon, welche Kosten bei der Beauftragung eines Rechtsanwaltes auf Sie zukommen. Das lässt sich leider auch pauschal nicht beantworten, denn die Höhe der Kosten und die Möglichkeiten der Abrechnung sind so individuell wie Ihr Fall. Im Folgenden will ich Ihnen jedoch einen ersten Überblick geben.

Fragen kostet nichts! 

Wenn Sie mich beauftragen wollen, können wir gerne vorab darüber sprechen, welche Kosten auf Sie zukommen können. Ich bin der Meinung, dass Sie zunächst die Möglichkeit haben sollten, Ihr Anliegen darzustellen, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen. Allgemeine Voranfragen wie „Würden Sie meinen Fall übernehmen?“ sowie Kostenanfragen wie „Was kostet das?“ beantworte ich Ihnen daher gerne, ohne dass Kosten für Sie entstehen. Wenden Sie sich hierzu telefonisch oder per Email an mich.

Sobald Sie mich beauftragen, Sie zu beraten oder zu vertreten, fallen Kosten an. Diese werde ich im Vorfeld mit Ihnen besprechen. So wird gewährleistet, dass die Kosten für Sie nachvollziehbar bleiben.

Was versteht man unter Erstberatung?

Falls Sie nicht wissen, ob in Ihrem Fall das Tätigwerden eines Rechtsanwaltes angezeigt ist, sollten Sie eine anwaltliche Erstberatung in Anspruch nehmen. Im Rahmen einer solchen Erstberatung gebe ich Ihnen eine Einschätzung dazu, ob Sie die Sache weiterverfolgen sollten oder nicht.

Die Kosten der Erstberatung hängen von der Komplexität Ihres Falles ab. Für Verbraucher sieht das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz allerdings eine feste Obergrenze vor: sie bezahlen höchstens eine Gebühr von EUR 190,00 zuzüglich Umsatzsteuer. Sollten Sie mich über die Erstberatung hinaus beauftragen, wird die Erstberatungsgebühr zudem auf die weiter entstehenden Kosten angerechnet.

Wie funktioniert das mit meiner Rechtsschutzversicherung?

Ich arbeite mit allen Rechtsschutzversicherungen zusammen. Falls Sie rechtsschutzversichert sind, prüfe ich gerne die Eintrittspflicht Ihrer Versicherung und übernehme die Anfrage, ob diese die Kosten übernimmt. Ihre Versicherung übernimmt im Regelfall alle gesetzlichen Gebühren. Bei einem Zeithonorar kann das anfallende Honorar allerdings den erstattungsfähigen Betrag übersteigen.

 

Hinweis!

Rechtsschutzversicherungen verweigern regelmäßig die Kostenübernahme der Erstberatung. Es ist daher sinnvoll, dass Sie diese Kostenübernahme bereits im Vorhinein mit Ihrer Rechtschutzversicherung abklären, denn regelmäßig wird die Deckung dann aus Kulanzgründen gewährt. 

Was ist eine Vergütungsvereinbarung?

In vielen Fällen können wir meine Bezahlung durch den Abschluss einer Vergütungsvereinbarung regeln. In diesem Fall berechne ich einen mit Ihnen festgelegten Stundensatz pro geleisteter Arbeitsstunde. Regelmäßige Zwischenabrechnungen sowie eine detaillierte Zeiterfassung sorgen dabei für Transparenz: aus der der Rechnung beigefügten Zeitaufstellung ergibt sich, wann (Datum) und für was (Gespräch, Schreiben, Telefonat) die Gebühren entstanden sind und wie lange (Zeitumfang) ich an Ihrem Fall gearbeitet habe.

Was sind die gesetzlichen Gebühren?

Sofern zwischen Rechtsanwalt und Mandant keine Vergütungsvereinbarung getroffen wird, berechnen sich die Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Die Höhe der Kosten hängt dabei insbesondere vom sogenannten Streitwert ab, der den Wert der Sache bezeichnet, um die gestritten wird. Je höher dieser Wert, desto höher sind, auch die Rechtsanwaltskosten. Mehrere Gebühren können dabei je nach Tätigkeit nebeneinander anfallen. Einzelne Gebühren entstehen insbesondere in den Bereichen Beratung, außergerichtliche Vertretung sowie gerichtliche Vertretung. Gerne erläutere ich Ihnen dies im Rahmen einer Voranfrage.

Was sind Beratungs- und Beihilfekosten?

Beratungs- und Prozesskostenhilfe ermöglichen es auch Menschen mit geringem Einkommen, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für eine Beratung beim Rechtsanwalt erhalten Sie, sofern Sie bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, von der Rechtsantragsstelle bei Ihrem Amtsgericht einen sogenannten Beratungshilfeschein. Mit diesem Beratungshilfeschein können Sie zu dem Rechtsanwalt Ihrer Wahl gehen. Die Beratungshilfe deckt die Anwaltskosten für die außergerichtliche Vertretung ab und kostet Sie grundsätzlich nur eine Zuzahlung von EUR 15,00.

Sollten Sie Ihr Recht vor Gericht durchsetzen müssen, kann Sie ebenfalls der Staat bei der Tragung der Kosten unterstützen. Dies nennt sich Prozesskostenhilfe. Der Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe wird von Ihrem Rechtsanwalt bei Gericht eingereicht. Für die Prozesskostenhilfe gelten ähnliche Berechnungsgrundlagen wie für die Beratungshilfe, wobei das Gericht allerdings zusätzlich grob Ihre Aussichten prüft, den Prozess zu gewinnen.

 

Hinweis!

Sofern Sie den Prozess verlieren, müssen Sie die Kosten des gegnerischen Anwalts selbst tragen, alle übrigen Kosten werden von der Staatskasse übernommen. Prozesskostenhilfe ist außerdem nur eine Art zinsloses Darlehen. Ihre Einkommensverhältnisse werden daher noch weitere 4 Jahre jährlich überprüft. Prozesskostenhilfe kann zudem, je nach der Höhe Ihres Einkommens, auch mit einer Ratenzahlungsverpflichtung bewilligt werden.

Zusammenfassung gefällig?

Zur Abrechnung meiner Leistungen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche angewandt wird, wird in Absprache mit Ihnen entschieden. Ich werde Ihnen zudem gerne die Zusammensetzung der Kosten und Gebühren erläutern und Ihnen eine auf Ihren individuellen Fall bezogene, möglichst genaue Prognose der Kosten und Gebühren erstellen.